Der Eselcheck…

Liebe Zwoorad-Freunde, in diesem Beitrag möchte ich euch mein eBike vorstellen. Wie im letzten Beitrag beschrieben handelt es sich um ein Haibike SDURO Cross 4.0 aus dem aktuellen Jahr. Es sind solide Einsteigerkomponenten verbaut die eine gewisse Kompromissbereitschaft voraussetzen. Mehr dazu später.

Die Antriebseinheit aus Motor & Akku kommt aus dem Hause Yamaha, die schon einige Erfahrungen auf dem Gebiet der eBikes vorweisen können. Als direkter Konkurent zu Bosch auf dem Gebiet entstand in Vergangenheit ein regelrechter Glaubenskrieg. Aus eigener Erfahrung möchte ich jedoch sagen, dass sich die beiden etwa auf Augenhöhe bewegen.

Die Basis oder Plattform ist ein Trekking/Cross Rad mit Alu-Rahmen und etwas schmaleren Reifen in 28 Zoll. Für den allzu harten Querfeldein-Einsatz ist das Rad daher nur bedingt geeignet. Auch die verbaute Suntour NRX Federgabel vorne taucht je nach Fahrergewicht schon relativ weit ein, somit sorgt der Gesamtfederweg von knapp 75mm nur rudimentär für ausgebügelte Fahrten ins Grüne. Man kann zwar mit der Einstellung der Gabel dem etwas entgegenwirken, aber auch damit kommt man sehr schnell an die Grenzen. Genau hier liegen die oben erwähten Kompromisse die man einfach eingehen muss bei einem eBike unter 2500 EUR. Die Shimano Acera M3000 9-Gang-Schaltung mit nur einem Kettenblatt mit 38 Zähnen an der Kurbel bietet ebenfalls solide Einsteigerqualität, was nicht schlecht, aber eben auch nicht das Maß der Dinge ist. So musste ich nach den ersten 250km bereits an den Schrauben drehen und die Schaltschwinge etwas justieren. Könnte natürlich auch sein, dass es von vorneherein nicht adäquat eingestellt wurde vor der Auslieferung. Das ist aber nur ein Verdacht.

Gebremst wird das Bike mit einer hydraulischen Scheibenbremsanlage von Tektro mit 180mm Scheibe vorne und 160mm Scheibe hinten. Diese tut genau was sie soll, verzögert einwandfrei und ist gut dosierbar.

Was mir noch sehr gut gefällt ist der mit 720mm recht lange Topflat Lenker von Haibike, der für eine komfortable Sitzposition sorgt. Die Ursprüngliche verbauten Schraubgriffe musste ich jedoch schon durch die „Flügelvarianten“ ersetzen, da sich bei längeren Fahrten Taubheitsgefühle an den Fingern sowie Schmerzen in den Handballen bemerkbar machten. Diese Symptome sind nun deutlich geschrumpft.

Das Yamaha Antriebsystem ist robust und bietet solide Leistung in allen Lebenslagen. Hier gibt es bisweilen nichts auszusetzen. Das System nennt sich Yamaha PW-System mit LED Display. Der Motor leistet 250Watt mit knapp 80nm Drehmoment. Die Energie dafür holt er sich aus dem Yamaha Li-Ionen Akku mit 400Wh. Hier macht es ggf. Sinn auf den neueren 500Wh Akku umzusteigen aus der neuen Yamaha PW-X Serie, der nochmal mehr Reserven hat. Trotz allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden mit dem Bike und habe den Kauf nicht bereut. Ganz im Gegenteil bietet dieses Modell ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Den Kontakt zur Straße stellen die Schwalbe Smart Sam Bereifung her die ich als Hybridlösung nur empfehlen kann. Auf der Straße bieten sie kaum Rollwiederstand sorgen aber abseits der Straße für genug Grip.

Das Bike wiegt 21,2kg und kostet aktuell rund 2199 EUR. Sollte ich etwas vergessen haben oder solltet ihr an weitere Details interessiert sein, lasst es mich einfach wissen.

 

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